Verwaltungsgericht München verurteilt Airbnb zur Herausgabe der Vermieter-Daten

Verwaltungsgericht entscheidet gegen Airbnb:

In München fehlt es an günstigem Wohnraum. Die Weitervermietung an Feriengäste über einen Gesamt-Zeitraum von 8 Wochen ist nach dem bayrischen Zweckentfremdungsgesetz verboten und unter ein hohes Bußgeld von bis zu 500.000€ gestellt.

Die Stadtverwaltung München kann dies aber nicht prüfen, solange der Hauptanbieter auf diesem Markt, Airbnb, die Daten der Vermieter nicht herausgibt. Airbnb wehrte sich gegen die Herausgabe der Daten vor Gericht, hatte jedoch keinen Erfolg.

Laut DPA hatte in seinem Schreiben das städtische Sozialreferat das Unternehmen aufgefordert, die Namen und Adressen der Anbieter sowie die Anzahl der Buchungen von Januar 2017 bis einschließlich Juli 2018 preiszugeben. Die Europazentrale von Airbnb mit Sitz in Irland kam der Forderung unter Berufung auf die Anwendung irischen Rechts nicht nach.

Mit dem heutigen Urteil (Az. M 9 K 18.4553) muss Airbnb die Daten sofort an die Landeshauptsadt München herausgeben.